Homöopathie - Homöopathische Kügelchen

Das hört sich so einfach an "homöopatische Kügelchen", in etwa wie „Liebesperlen“ – so werden sie leider auch oft gehandhabt. Im wahrsten Sinne des Wortes jedoch ist „Liebesperlen“ ein ganz geeigneter Begriff, um die in den homöopathischen Mitteln enthaltene geistige Kraft zu beschreiben – sie sind nämlich ebenso immateriell wie die Liebe und bringen die Geistes- und Gemütsebene in Heilung und in Folge davon die Körperebene – wie die Liebe. Werden diese Mittel jedoch ohne fundiertes Wissen –  und ohne Liebe gegeben – so verfehlen sie ihre Wirkung und können das Gegenteil anrichten – nämlich großen Schaden. Die Macht dieser seit fast 200 Jahren bekannten „Medizin“ ist fast unbegrenzt und kann mit keinem anderen bisher bekannten Therapeutikum verglichen werden. Der Name „Homöopathie“ wird missbraucht, wie kaum ein anderer.

Heilpraktiker und auch Ärzte mit Zusatzausbildung in Naturheilverfahren werden von vielen als Homöopathen angesehen. Potenzierte Komplexmittel werden als Homöopathika angepriesen. Die Behandler, die sich „Klassische Homöopathen“ nennen, haben sich ausschließlich auf Homöopathie spezialisiert und wenden keine anderen Heilmethoden an – seien sie nun Ärzte oder Heilpraktiker. Leider ist dieser „Titel“ nicht gesetzlich geschützt und unterliegt keinen allgemeinen Prüfungsbedingungen, so dass auch hier der Missbrauch groß ist, denn noch lange nicht jeder Klassische Homöopath arbeitet nach den Gesetzmäßigkeiten und Regeln dieser Therapiemethode arbeitet.

Warum?
Es gibt keine Heilmethode, die mehr Wissen, logisches, analoges, kreatives Denken, sowie lebenslanges Studieren und akribisches Forschen nach Ursachen voraussetzt. Ganz abgesehen von den Eigenschaften Mut und Liebe – ohne die diese Behandlungsmethode nicht durchführbar ist. Mut -In die uns unbekannte „Meta-Welt“ einzudringen, um die Dinge hinter den Dingen zu erkennen oder vielmehr, das Sein hinter dem Sein, das sich unseren physischen Sinnen entzieht. Mut - Auf die wissenschaftlich anerkannten Methoden zu verzichten, die zwar anerkannt – aber trotzdem weitgehend unwirksam und sogar vielmehr extrem schädigend sind. Der Mut besteht nicht im Verzicht auf wissenschaftlich anerkannte Methoden, sondern dem Hass und der Anklage der Schulmedizingläubigen standzuhalten. Mut - Neue Wege zu gehen, immer wieder an die Grenzen des Wissens zu stoßen. Mut - Intuition und Inspiration zuzulassen. Mut - Jeder Änderung durch neue Erkenntnisse zu folgen und wagen zu wissen. Aude sapere. Mut - Auch in kritischen und bedrohlichen Situationen nicht sofort nach den üblichen „Absicherungsmitteln“ Antibiotika, Kortison, Impfungen etc. zu greifen, die dem Behandler die Sicherheit geben, dass er für mögliche Komplikationen nicht gerade stehen muss.
Liebe - Ohne die Liebe zum „Du“ wäre es kaum möglich, sich so intensiv auf den Patienten einzustellen, dass man ihn ganz erfassen kann, um das passende Heilmittel zu finden. Symptome zu addieren und Standardverschreibungen zu verordnen trifft bei weitem nicht den Kern des homöopathischen Verfahrens.

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Similia similibus curentur
Gleiches möge durch  Gleiches geheilt werden


Dieses schon seit Urzeiten bekannte Naturgesetz, das auf dem Ähnlichkeitsprinzip beruht, wurde vor rund 200 Jahren von  dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann wiederentdeckt und medizinisch angewendet. Die wichtigste Aufgabe eines Homöopathen ist es, diese entsprechenden Gesetzmäßigkeiten anzuer- kennen und zu achten, und Hahnemann hat uns in seinem Hauptwerk, dem ORGANON,  Prinzipien hinterlassen, nach denen wir arbeiten und uns vervollkommnen können, denn die Homöopathie ist eine rationale Heilkunde.

Immer ist es der gesamte (aus Körper, Geist und Seele bestehende)  Mensch, der krank ist und der wieder zur Gesundheit gebracht werden soll, und nicht nur sein Körper, denn alle seine Krankheits- symptome sind lediglich ein Ausdruck des inneren Ungleichgewichts. Alle  Heilmittel, die der „Klassische Homöopath“ verwendet,  sind am gesunden Menschen geprüft worden. Um Vergiftungen zu vermeiden, wurden die Ursubstanzen stark verdünnt. Die durch eine regelmäßige Einnahme über einen längeren Zeitraum entstandenen Symptome wurden seit über 100 Jahren exakt dokumentiert  und dienen dem Therapeuten als Kriterium  für die Anwendung.


Die homöopathischen Arzneien können so oft verdünnt und verschüttelt werden, dass sie in ihrer hochpotenzierten Form (ab D 24)  keinerlei ma-terielle Ursubstanz mehr enthalten, sondern nur noch deren Informationen, die beim Patienten auf
sanfte Weise die körpereigene Heilung anregen. Da diese immateriellen Informationen direkt die seelisch-geistige Ebene erreichen, sind sie höchst wirksam und können bei falscher  Anwendung sehr
grossen  Schaden  anrichten,   denn  eine   Heilwirkung ist nur  möglich,  wenn sich diese  Informa- tionen mit den bestehenden  Symptomen decken. So wie man Feuer mit Feuer löschen kann (bei grossen Waldbränden z.B.) so setzt der Homöopath mit seinen Heilmitteln eine künstliche Krankheit, die der bestehenden so ähnlich wie möglich ist und diese dadurch „löscht“. Nun wird auch verständlich, dass homöopathische  Komplexmittel viele „Brände“ setzen in der Hoffnung, den einen zu löschen – aber sie setzen  leider meist  auch „Brände“, wo gar keine waren. Und es ist weit gefehlt zu glauben, das sei harmlos. Jeder mag darüber selbst nachdenken!

Die niedriger potenzierten Mittel wie zum Beispiel die sogenannten Schüßler-Salze sind ebenfalls mit grösster Vorsicht anzuwenden, denn sie werden oft zu hoch dosiert, was bedeutet, dass zu viele Globuli zu häufig verabreicht werden. Das Entscheidende bei jeder Behandlungsform ist, darauf  zu  achten, dass keine Symptome unterdrückt oder in eine andere Körperebene „verschoben“ werden. Deshalb sollte es für jeden Therapeuten oberstes Gesetz sein, den Verlauf der Heilung genau zu beobachten. Eine Unterdrückung erkennt man vor allem daran, dass zwar das Symptom „ verschwindet“, das Gemüt sich dabei aber verschlechtert. Deshalb ist die Veränderung des Gemütszustandes das wichtigste  Kriterium für den Heilungsverlauf, denn zuerst geht die seelisch–geistige Ebene in Heilung und dann erst die Körperebene.

Ein  Beispiel:  Jede  Mutter hat  schon  erlebt,  dass ihr Kind sich zunächst  gemütsmäßig verändert.Es wird weinerlich oder gereizt,lustlosoder appetitlos, usw. Sie weiss dann, „es brütet etwas aus“, und bald werden  sich womöglich  Fieber, Husten, Ohrenschmerzen oder andere körperliche Krankheitssymptome einstellen. In genau dieser Reihenfolge verläuft auch die Heilung: bei richtiger Behandlung wird das Kind zuerst wieder „das alte“ und dann erst verschwinden nacheinander die körperlichen Symptome. Bei Erwachsenen verhält es sich natürlich genauso.

Übrigens sind die Mikroben nicht die eigentlichen Verursacher von Infektionskrankheiten, sondern treten nur als Folgen dieser Krankheiten auf. Sie sind lediglich die reinigenden Elemente, welche die Krankheit begleiten und können in jeder Hinsicht als harmlos angesehen werden. Sie sind Bestandteil eines materiellen Krankheitsprozesses und finden sich überall dort, wo dieser sich festgesetzt hat. Das bedeutet, dass jeder krankhafte Prozess auch seine zugehörige Mikrobe hat – so, wie uns ein Schimmelpilz zeigt, dass die Wand feucht ist. Und jeder weiss, dass es keinen Sinn hat, eine neue Tapete überzukleben, bevor nicht die eigentliche Ursache der Feuchtigkeit beseitigt wurde.

"Der materielle Organismus ohne Lebenskraft gedacht, ist keiner Empfindung, keiner Tätigkeit, keiner Selbsterhaltung fähig; nur das immaterielle, den materiellen Organismus im gesunden    und   kranken    Zustande   belebende
Wesen ( das  Lebensprinzip,   die  Lebenskraft ) verleiht ihm alle Empfindungen und bewirkt seine Lebensverrichtungen."
§ 10  aus dem Organon von 1842